Wie alles begann...

... also, die Liebe zu Hunden bestand schon in frühester Kindheit, damals besaßen wir einen kleinen Münsterländer, unseren Tell !

Nach Heirat und Familiengründung ( drei Kinder: Danja, Siad und Mona ) sollte sich der Wunsch nach einem Familienhund, leider trotz häufiger Diskussionen zunächst nicht erfüllen...

Doch dann geschah Seltsames, denn im Jahr 1979 erhielten wir Drohanrufe, in denen man angekündigte, dass den Kindern etwas passieren sollte - im Nachhinein gesehen wahrscheinlich nur ein übler Scherz!! Aber dies war der Auslöser dazu, meinen Mann davon zu überzeugen, dass aus Sicherheitsgründen unbedingt ein Hund ins Haus muß!
Genauso schnell, wie ich ihn überzeugt hatte, war der Hund dann auch da: unsere Laika, ein kleiner Münsterländer ohne Papiere vom Bauernhof.

1980, hatte ich mich schon intensiver informiert und der Wunsch, Hunde zu züchten, wurde immer stärker. Und da bekamen wir dann eine Irish-Setterhündin Afra vom Kissinger Forst, diesmal ein VDH Hund!

Und dann ging es erst richtig los. Mit Afra ging ich zur Ausbildung, damals nach Vlotho, denn da gab es eine Gruppe für Irish-Setter. Wir besuchten Ausstellungen, die Hüften wurden geröntgt und ich freute mich das alles gut lief und wir vielleicht bald die Zuchtzulassung und dann unseren ersten Wurf haben könnten. Aber wie es dann manchmal so ist, es sollte nicht sein ! Afra war leider nicht schussfest und somit erhielt ich für sie keine Zuchtzulassung - aus der Traum vom Züchten!

Unsere Münsterländerhündin Laika starb 1991 und Afra, die Irish-Setterhündin, 1993.

1992 habe ich dann mit meiner Familie überlegt, dass wir wieder einen Welpen haben möchten, da abzusehen war, dass Afra, nicht mehr lange leben würde, da sie sehr krank war.

Während unserer regelmäßigen Urlaube in Spanien haben wir dann unsere Liebe zu den Golden entdeckt. Dort wohnt eine holländische Familie mit 2 Goldenrüden, sowie eine Familie aus der Schweiz mit einem Golden. Ihre Art und ihr liebvolles Wesen begeisterten uns total und schnell waren wir uns einig, der nächste Hund muss ein Golden sein.
Wieder daheim angekommen, wurde Lektüre über Golden Retriever besorgt, vom DRC und GRC Welpenlisten angefordert und im September 1992, einen Tag nach dem 18. Geburtstag von Danja, war es dann soweit. Unsere erste Golden Hündin Candy von der Dreibrüdereiche von der Familie Tichelmann kam zu uns.
Die Freude war groß und Candy eine liebe leichtführige Hündin. Alles lief gut und Candy erhielt am 31. Januar 1994 die Zuchtzulassung.

Nun sollte es was werden mit unserer Zucht. Es wurde ein Rüde ausgesucht und im Mai 1994 begab ich mich mit meiner Candy auf Hochzeitsreise in den Kölner Raum. Trotz das wir fast eine Woche dort verbrachten, wollte meine Candy sich überhaupt nicht für den Bräutigam begeistern, sie ließ sich einfach nicht decken und so reisten wir unvollendeter Dinge wieder nach Hause.
Man erzählte mir, dass es in Candys Linie mehrfach ähnliche Schwierigkeiten gegeben hätte. Deswegen machte ich mir Gedanken darüber, eine zweite Hündin dazuzunehmen.
Aus diesem Grund besuchte ich Dagmar Winter, sie hatte damals gerade 2 Hündinnen decken lassen und gab mir die Zusage, dass ich von ihr einen Welpen bekommen würde. Leider blieb eine Hündin leer und da es bei mir überhaupt nicht eilig war, vereinbarten wir, dass sie mich beim nächsten Wurf informieren würde.

Bei der nächsten Läufigkeit von Candy suchten wir ihr dann einen anderen Rüden und mit dem hat es dann geklappt. Unser A-Wurf kam am 14. März 1995 unter erschwerten Bedingungen zur Welt. Die Welpen wurden in der Praxis von Dr.Hübner geboren. Unsere Candy wollte mit der Geburt überhaupt nichts zu tun haben und was noch viel schlimmer war, sie wollte ihre Babys überhaupt nicht annehmen.
Anfangs haben wir dann ihren Job übernommen, bis uns jemand einen heißen Tipp gab, die Welpen mit Leberwurst einzuschmieren. Das veranlasste Candy dann dazu, die Welpen zu lecken und zu massieren, von da an ging’s bergauf und der Wurf entwickelte sich prächtig.

Wir überlegten, ob wir aus Candys Wurf eine kleine Hündin behalten sollten, als mich Dagmar Winter anrief und fragte, ob bei mir noch Interesse an einem Welpen wäre. Bei ihr waren fast zur gleichen Zeit 2 Würfe gefallen. Nach gründlichen Überlegungen habe ich mich dann, obwohl ich mir damals Candy gegenüber etwas mies vorkam, entschieden eine Hündin von Dagmar Winter zu nehmen. Aber heute weiß ich, dass das auf jeden Fall die richtige Entscheidung war, denn so kam dann, kurz nachdem Candys Welpen uns verlassen hatten unsere Hazel zu uns. Fourwind Cottage Hazelblossom war ein wahrer Wirbelwind, temperamentvoll, arbeitsfreudig, etwas dickköpfig aber mit großer Leidenschaft eine ganz, ganz tolle Hundemutter!

Mit Candy starteten wir dann noch einen zweiten Versuch, weil wir glaubten, dass es einfach die anfängliche Dummheit einer jungen Hündin war und beim zweiten Wurf alles anders würde.
Der Deckakt, sowie die Trächtigkeit verliefen auch ohne Probleme. Die Geburt gestaltete sich allerdings als sehr problematisch, fast hätte sie Candy das Leben gekostet. Es musste ein Kaiserschnitt gemacht werden und danach lief alles wie beim ersten Wurf, Candy wollte mit ihren Welpen nichts zu tun haben. Aber diesmal war Hazel zur Stelle. So jung wie sie noch war, hat sie instinktiv alle Aufgaben übernommen, die Candy nicht bereit war zu übernehmen, was uns natürlich sehr beeindruckt und geholfen hat. Für Candy war damit der Einsatz als Zuchthündin beendet.
Aus dem B-Wurf von Candy blieb eine kleine Hündin bei uns, Biene vom Tor zur Egge, aber nicht weil wir sie zur Zucht einsetzen wollten, sondern weil sie auf einem Auge blind war. Vermutlich hat die Mutter mit der Kralle das Auge verletzt und der Familienbeschluß lautetet: diese Hündin kann nicht abgegeben werden.

Im Juli 1997 bekam dann unsere Hazel ihren ersten Wurf, völlig ohne Probleme, was man sehr zu schätzen weiß, wenn man die oben beschriebenen Erfahrungen gemacht hat.
Aus diesem C-Wurf blieb Cimberly vom Tor zur Egge bei uns, in der Hoffnung, dass sie auch zur Zucht eingesetzt werden kann. Der C-Wurf hatte gute Ergebnisse, nur meine Cimberly eine E-Hüfte, Gott sei Dank bis heute ohne irgendwelche Beschwerden! Sie ist eine sehr liebenswerte Hündin.

Aus dem D-Wurf blieb dann Daye`s Lotta vom Tor zur Egge bei uns. Eine kernige, sehr temperamentvolle, arbeitsfreudige Hündin! Sie wurde bereits erfolgreich von meinem neuen Lebensgefährten Hartmut Bergmann auf der jagdlichen Jugendprüfung geführt, auch die Dummyprüfung A hat sie bestanden.

Am 15. Mai 2000 erhielt sie die Zuchtzulassung. Lotta hatte ihren ersten Wurf (F-Wurf) im September 2001, genau wie Hazel hat sie ihre Sache super gemacht und sich rührend um ihre Kinder gekümmert.

Gleichzeitig mit Lotta hatte Hazel ihren 4. und letzten Wurf. Aus Hazels G-Wurf wurden alle Welpen abgegeben. Dann aber wurde im Alter von 7 Monaten eine kleine Hündin aus Hazels Wurf zurückgebracht, mit der Bitte sie weiter zu vermitteln. Die Besitzer hatten ein Baby bekommen und fühlten sich der doppelten Belastung nicht gewachsen. Es war ausgerechnet Gwen vom Tor zur Egge, sie war schon während der 8 Wochen hier bei uns, immer Monas Liebling. Tja, und irgendwie hat Mona gesiegt, Gwen durfte bleiben und die beiden sind mittlerweile wirklich ein tolles Team. Alle die Gwen vorher kannten waren erstaunt wie sie sich zu ihrem Vorteil veränderte. Gwen begleitet Mona überall hin.

Am 2. November 2002 hatte Lotta ihren zweiten Wurf (H-Wurf). Alle Welpen wurden abgegeben. Leider haben wir uns bei der Auswahl der Familien in zwei Fällen total vergriffen und innerhalb der ersten Woche nach der Abgabe traten Schwierigkeiten auf und wir haben zwei Welpen zurück bekommen bzw. nahmen sie sofort zurück. Der kleine Rüde wurde schnell in gute Hände weitervermittelt und die kleine Hündin blieb bei uns. Das ist unsere Hannah vom Tor zur Egge.

Drei Jahre sind nun seit dem schon wieder vergangen und es hat sich einiges ereignet.
Es sollte wohl einfach so sein und wir sind sehr dankbar, dass Hannah zurückkam. Ansonsten wäre unsere Zucht nun beendet. Warum, werde ich im Laufe meiner Fortführungen erzählen.

Erst einmal zurück zu Hannah, sie ist eine sehr leichtführige, besonders liebenswerte Hündin. Nur "ganz manchmal" möchte sie ihren eigenen Laden aufmachen und wirkt dann schon mal leicht stur. Mit knapp einem Jahr hat Hannah ihre Begleithundeprüfung bestanden, mit 16 Monaten die jagdliche Jugendprüfung und dann 6 Wochen später die Dummy A Prüfung. Am 2.6.04 erhielt sie ihrer Zuchtzulassung ohne Auflagen.
Ihre Mutter Lotta wurde im Dezember 2003 gedeckt und hat leider nicht aufgenommen. Bei ihrer nächsten Läufigkeit wurde sie dann vom gleichen Rüden erneut gedeckt und diesmal hat es dann lt. Ultraschall geklappt, so dachten wir.
Leider hatte Lotta gut zwei Wochen vor dem Geburtstermin eine Fehlgeburt mit anschließender Pyometra. Diese hat sie jedoch gut überstanden und der ärztliche Rat lautete, Lotta bei der nächsten Läufigkeit auf jeden Fall wieder decken zu lassen.
Kurz vor der Fehlgeburt von Lotta wurde Hannah zum ersten Mal gedeckt, sie hatte eine problemlose Trächtigkeit und gebar im Oktober 2004 8 Welpen, von denen leider zwei tot waren. Die Welpen waren sehr schwer, einige über 600 g . Wir waren glücklich, dass die Geburt trotzdem problemlos verlief. Fest stand, dass wir aus ihrem Wurf (I-Wurf) eine kleine Hündin behalten wollten!
Diese Hündin ist Ida vom Tor zur Egge.

Im Februar 2005 war Lotta dann wieder läufig, wir entschieden uns diesmal für einen anderen Rüden. Nach dem Decken hatten wir so unsere Zweifel, der Rüde wollte nicht so recht und es stellte sich heraus, dass er zum Deckzeitpunkt eine Blasenentzündung hatte.
Die Ultraschalluntersuchung ergab "Einfrüchtigkeit". Wir führten nach einer Woche eine Kontrolluntersuchung durch und von dem Einzelwelpen war nichts mehr zu sehen.
Dieses Mal sahen wir die Schuld nicht bei Lotta und wir versuchten es bei der darauffolgenden Läufigkeit erneut mit dem gleichen Rüden. Für uns war da aber klar, wenn es dieses Mal nicht klappt, dann versuchen wir es nicht noch einmal. Der Deckakt verlief völlig problemlos, aber sie blieb leer. Es sollte halt nicht sein. Wäre Hannah nicht zurückgekommen, hätten wir aus unserer Linie keine Zuchthündin mehr gehabt. Mittlerweile ist Lotta kastriert, da sie November wieder an Pyometra erkrankte.

Momentan hat Hannah ihren zweiten Wurf und ist wieder eine sehr fürsorgliche Mutter. Nachdem sie im September die BLP bestanden hat, ist sie nun tauglich für die jagdliche Leistungszucht.


Aber nicht nur die Liebe zu unseren Hunden wird in unserer Familie ganz groß geschrieben, sondern auch die Liebe zu Pferden. In unserem Fall zu ganz besonderen Pferden, nämlich den Islandpferden. Wir leben auf Gut Wertheim, wo meine Tochter Danja eine Reitschule betreibt. Es stehen mittlerweile ca 80 Pferde einschl. Pensionspferde auf dem Hof, außerdem gibt es hier Schafe, Ziegen, Hühner, Gänse, Katzen, Kaninchen und manchmal auch Schweine.

Eine wunderschöne Umgebung zum Ausreiten und natürlich zum Trainieren mit den Hunden. Es wurden bei uns schon Dummyprüfungen vom DRC, sowie interne Workingtests vom GRC und zwei interessante Seminare mit Tineke Antonisse Zijda durchgeführt.
Und das bei uns immer was los ist, brauche ich nicht zu erwähnen.

So, das ist die Story, bis heute, mal sehen was noch so in der Zukunft auf uns zu kommt.